Montag, 31. Oktober 2016

Pläne, Pläne, Pläne

Mein Kopf quillt über vor lauter Plänen und ich setze grosse Hoffnung in das Aufschreiben dieser, denn ich habe durchaus noch anderes, wichtigeres zu denken und wäre äusserst froh darum, wenn ich mein Gehirn wieder nutzen dürfte, ohne von Plänen gestört zu werden!

Die Pantonefarben des Jahres sind "rosequartz and serenity". Ich ticke ja schon ziemlich farbenaffin und deswegen kam mir die Idee, ein Pantone-2016-Outfit zu machen.

Zuerst hätte mich gereizt, zwei ähnliche Vogue-Schnitte in je einer Farbe zu machen, das hab ich jedoch wieder verworfen. Zu kurz ist die Zeit, die bis 2017 und somit einer neuen Jahresfarbe bleibt. Ich müsste nämlich erstmal genügend bezahlbaren Stoff, der nicht nach Babys oder Nachthemd aussieht, in diesen zwei Nuancen finden.
Plan B sieht also vor, einen Rock in hellblau zu nähen und eine Jacke als Oberteil in rosa dazu zu stricken.

Hiervon das helle rosa, Nr. 03

Rockstoff

Dann liegen da im Keller noch Dirndlstoffe, die mich total lähmen, weil ich keine Dirndl mehr brauche und sie mir auch zu schwierig zu machen für "einfach nur so" sind.
Der Geistesblitz kam eines Nachts: keine Dirndl, sondern normale Kleider.
Hätte ich auch eher dran denken können.

Der Stoff
Zu dem Schnitt:

Und aus den Stoffen:
Ein Rock.

Ausserdem gewünscht und angedacht sind ein Stricktuch und ein Jäckchen im braunen Spektrum. Das ist nötig, merke ich hier im herbstlichen Schrank.


So, jetzt sollte der Kopf frei sein für andere Taten 😁

Sonntag, 30. Oktober 2016

Herbstjacken KnitAlong Finale

Finale erreicht!

Das Jäckchen ist schon länger fertig, aber ich habs mir brav bis hierher aufgespart. Mittlerweile gehört ja meine ganze Aufmerksamkeit dem FairIsleKnitAlong-Projekt Mesmeric-Cardigan.
Und das ist auch nötig so, denn diese Sache ist ein wenig langwieriger als so ein flottes kleines einfarbiges Jäckchen.

Nun gut, wir sind hier nicht beim Fairiseln, sondern bei Luises Herbstjackentreffen und ihr wollt Bilder sehen.

vorne

hinten

Detail Ärmelbündchen

Detail Knöpfe


Das umklappende Halsbündchen konnte ich leider nicht reparieren, aber ich bin ansonsten sehr zufrieden mit meiner neuen Jacke.
Sie passt zu vielem, was ich bereits habe und das find ich wirklich gut, denn Einzelteile, die nirgends dazu zu kombinieren sind, sind anstrengend.
Wenn ich kritisieren müsste, wäre das der hohe Halsauschnitt. Den würd ich mir beim nächsten mal tiefer legen. Um 1 cm oder so aber nur.

Ich habe jetzt auch die optimale Farbbezeichnung: ich nenne es einfach nur "rot". Denn im Februar, als ich meine rote Miette vorgestellt habe, habe ich folgenden Absatz geschrieben:

"Welche halbwegs normale Frau, die etwas auf sich hält, braucht nicht mindestens 5 rote Jäckchen im Schrank?
Und damit bin ich eh 4 Jäckchen im Rückstand.

Clever, was?"


Im Verlauf des Knitalongs ist mir aufgefallen, dass ich seither tatsächlich  5 rote Jäckchen produziert habe - wenn ich dieses hier mitzähle.




 










Geht doch als rot durch, oder ? ;-)

Jedenfalls bedanke ich mich sehr bei Sylvia und Luise für diese Aktion und bei euch anderen für mitmachen, kommentieren, inspirieren. Schön wars, bis zum nächsten Herbst!




Es folgt: BILDERGESCHICHTE - "Zugeknöpft!" oder "Peggy Sue bewährt sich im Alltag"




 






 

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Fair Isle Knit Along 2.Treffen Zwischenstand

Jetzt hat doch glatt daskleinehaus den verbummelten Termin nachgeholt und ich hab keinen Post vorbereitet!

Also schnell dazwischen geschoben:

Back Yoke


 
Front Yoke Left Right mit Steeks

....und innen....


Ich hab ein extrem gespaltenes Verhältnis zu der Sache.
Von der Technik her ist es interessant mal gemacht zu haben, ich hab auch den absoluten Ehrgeiz, die Jacke fertig zu machen.

Ich hatte ja im ersten Post erzählt, dass mir das Eingestrick als Kleidungsstück nicht gefällt und ich einigen Aufwand treiben musste, bis ich was gefunden hatte, das ich mir ganz eventuell auch an mir vorstellen kann.

Ich habe das Original-Garn nicht bekommen und auch im Ersatz die falschen Farben.

Das Element, was mir quasi als einziges gefallen hat, nämlich diese Art der Rottöne im Original, fällt hier komplett weg.
Schlimmer noch: der Ersatz ist eigentlich eher scheusslich. Dunkellila ist schon grenzwertig, aber bei dem kürbisorange weiss jeder Mensch, der in den 70er Jahren Baby war, dass man von Frottee-Stramplern in dieser Farbe total traumatisiert sein muss.






Immer, wenn ich dran sitze, rede ich mir gut zu, dass es in der Gesamtwirkung doch ganz schön sein könnte und ich ja ganz vielleicht, vielleicht auch Klamotten dazu passend finden könnte.
Dachte neulich der Majestix laut, dass er zwar mein Können anerkennen würde, er mir aber am Allerliebsten das Anziehen des fertigen Teiles verbieten können würde.
Da hat er natürlich einen Nerv getroffen, weil er da ja das Gleiche denkt wie ich.

Trotzdem mach ich es fertig, komme, was da wolle! Und dann verschenk ich es für wohltätige Zwecke oder so. Oder ich häng es mir in den Schrank in der Hoffnung, dass einst, irgendwann, sein grosser Tag kommen wird!


PS: Bitte kein Mitleid! Ich hatte eine schöne Kindheit, trotz orangenen Anzüglein.

Mittwoch, 26. Oktober 2016

MMM #34

Nach wochenlangem Jammern und Motzen, dass der Sommer nicht ewig währt, geniesse ich zur Zeit den Herbst mit all seinen Vorteilen, aber auch seinen Regentagen!


Ich ziehe deshalb den Herbst dem Frühjahr vor, weil das Auge im Herbst den Himmel, im Frühjahr aber die Erde sucht.
                                                                                                                                Søren Aabye Kierkegaard (1813 - 1855)


Ich habe dieser Tage mal daran gedacht, dass es mir ganz fremd ist, meine Garderobe auf irgendeine Art minimalistisch zu halten.
Sei es auf ein Farbenspektrum beschränkt, auf einen ganz bestimmten Stil, auf einige wenige Kleidungsstücke oder von allem so wenig wie möglich.

Oder dass ich es komisch finde, wenn Leute aussortieren nach dem Motto "Was ich ein halbes Jahr nicht getragen habe, kann weg".

So ein Gedanke ist für mich eher erschreckend. Ich geniesse es, jeden Tag ganz neu zu entscheiden, worauf ich heute Lust habe. Und ich mag es, Teile im Schrank zu beherbergen, die jahrealt sind.

"Mag ich heute blau, rot, schwarz? Lieber Kleid oder Rock? Heute lang oder kurz? Wonach ist mir denn zumute?"
 


Gestern war mir nach Osterkleid, und davon gibts heut die Bilder zu sehen auf dem wöchentlichen Mittwochstreff!










Gute Woche euch da draussen!

Dienstag, 25. Oktober 2016

R wie rotes Retro-Kleid - Butterick 5747

Kurz vor Fristablauf springe ich diesen Monat ins 12-Letters-Boot.

Bei Lisa von Stoffreise wird im Oktober das "R" gesammelt.

Ich habe mir -schon länger her- eine kleine Sammlung von Retro-Schnitten zugelegt und darin befindet sich unter anderem Butterick 5747, ein Reprint von 1960.

Seit dem Sommer schwebte mir das Kleid aus einem dunkelroten, kleingemusterten Baumwollstoff vom KBC Lörrach vor, der Kragen sollte weiss werden.

Nahaufnahme Stoffmuster


Der Oktober hat nun die Sommerpläne wahr gemacht:









Eines der Outtakes möchte ich nicht entsorgen, es gefällt mir gar zu gut:






Wie immer bin ich total gepannt auf die Galerie und vor allem schon auf den nächsten Buchstaben.
Tja, d muss ich noch bis zum Montag bzw Dienstag warten! Schaut doch ab dem 31.10. auch mal in die Galerie!

Mittwoch, 19. Oktober 2016

MMM #33 Das Dreieckstuch





Guten Mittwochmorgen allerseits!

Als ich mir aus den Sommerferien den Stoff für den Trachtenrock ausgesucht habe, war sogleich die Idee da, ein Dreieckstuch von LangYarns dazu zu stricken.

Die Anleitung war vor Längerem im Newsletter als Download dabei.




Den Häkelrand und die Stickblümchen hab ich gleich storniert, das ist mir im Stil zu festgelegt. Das Muster ist eh schon so herzig.

Die Originalwolle war mir zu kostspielig und ich suchte mir dafür das mittlere Garn auf dem Bild aus,


Lana Grossa Linea Pura Wakame in Petrol. Ein Baumwoll-Viskose-Gemisch, total schön zu Stricken.
Ich hab nur leider im Rausch der Wollekaufgefühle nur die Grammzahl, nicht die Lauflänge beachtet.
Und -voilà- es stellte sich heraus, die Lauflänge beträgt nur die Hälfte der Originalmeter.

Da hatte ich die erste Nachbestellung. Als diese Ladung verstrickt war, stellte sich weiterhin heraus, dass noch immer etwas fehlte. Ich habe die bereits gestrickte Fläche ausgerechnet, mit der noch zu strickende Fläche verglichen und das laut Rechnung fehlende Garn nachbestellt.

Ihr wisst, was dann kam, gell?

Ich habe Maschen gezählt und ein viertes Mal die gleiche Wolle gekauft. Gestern nachmittag hab ich abgekettet.





 Es ist riesig geworden. Unter dem Tuch ist eine Schneiderpuppe.







Dieser Tisch, von dem es beidseitig runterhängt, hat über 3 Quadratmeter Fläche.
Ich wollte es für den Trachtenrock, jetzt ist daraus ein Tuch für einen ganzen Trachtenverein geworden.

Hier das Muster nochmal von Nahem:


Das schönste bei dieser Art, Dreieckstücher zu stricken ist, dass man mit der höchsten Maschenanzahl anschlägt und dann pro Rückreihe je eine an den Seiten abnimmt. Es wird quasi immer schneller und leichter und sowas liebe ich ja.
Das Muster selbst war erstmal gar nicht so einfach, ich brauchte an die 20 Reihen ( was am Anfang ca. einem Knäul entspricht), bis ich drin war. Aber dann ging es fix und ohne grosse Gedankenanstrengung bis zur Spitze, ohne deshalb langweilig oder eintönig zu sein.

Hier also noch ein paar Tragebilder an der Frau. Ich werde es die meiste Zeit des Tages nicht brauchen, im Haus ist es ja warm.


 



 





Was mich jetzt noch stört ist der schwarze Pulli. Das türkis-lila Farbspektrum ist für mich Neuland und deswegen gibt es kaum Kombipartner im Kleiderschrank. Schwarz ist eigentlich zu hart, finde ich. Ich arbeite dran!

Habts gut, ihr Mit-Mittwöchnerinnen und Leserinnen!

Sonntag, 16. Oktober 2016

HerbstjackenKnitAlong 2016 - 2.Zwischentreffen

ENDLICH habe ich dieses langweilige Zopfbündchen hinter mir gelassen!




Ich stricke gerne Muster, bisher auch gerne mal einen Zopf, aber das hier dauerte mir dann doch zu lang.
Die Zöpfchen werden auf eine Weise überkreuzt, wie ich es bisher nicht kannte und diese Art erinnerte mich an so einen Schunkelliedtext "links-rechts vor-zurück, das ist der ganze Trick".

Ich fand es eintönig und dabei langwierig, und bin froh, dass ich es hinter mir habe.
Aber ich muss gleichzeitig auch zugeben, dass mir die Wirkung des Bündchen sehr zusagt und es sich gelohnt hat, diesen weniger vergnüglichen Teil unverändert durchzuziehen.









Hier seht ihr den ersten Ärmel. Ich habe das Massband mal angelegt, damit erkennbar wird, wie lange ich die Ärmel haben möchte. Nach den gezeigten 18 cm kommt noch das Bündchen aus 4 oder 8 Reihen dran und fertig.

Das Ganze soll dann eine knappe 3/4-Länge werden.

Knöpfe hab ich dieser Tage auch gekauft, aber die verrate ich noch nicht!

Zum Thema zusammenfügen möchte ich eigentlich nichts sagen, denn ich bin die Quick-and-dirty-irgendwie schlampige Zusammennäherin, sowas sollte man unter den Teppich kehren und nicht als Tipp weitergeben.

Bessere Tipps findet ihr bestimmt drüben bei Sylvia

Mittwoch, 12. Oktober 2016

MMM #32










Ich trage ein ziemlich neues Kleid, mit dem ich bei der 12-Letters-Challenge für September teilgenommen habe.
Es ist eigentlich ein richtiges Sommerkleid, aber ich mag deswegen so gerne diese kleinen Strickjacken -wie hier die Miette-, um die Sommerkleider in die nächste Saison hinüber
mitzunehmen. Man kann es wahrscheinlich nicht erkennen: ich hab Strumpfhosen an.
Und nach dem Foto auch einen Mantel!



 



Herbst

Ich bin, das lässt sich nicht bestreiten,
Die herbste aller Jahrszeiten:
Raue Winde, scharf wie Säbel,
Welke Wälder, graue Nebel.
Die Vögel klagen leise, leise
Und gehen auf die Winterreise.
Dann lischt die Sommersonne aus.
Holt eure Gummischuhe raus.

Mascha Kaléko

 

Wer noch mehr selbstbeschneiderte Leute bestaunen möchte, macht ---->hier drauf.