Samstag, 30. Juli 2016

Mittwoch, 27. Juli 2016

MMM #26 Ich packe meinen Koffer - Sommer 2016

Wir sind generell nicht so die Urlaubfahrer oder -flieger. Einzelne Kurztrips, ja. Oder auch Geschäftsreisen vom Majestix, auf der wir ihn begleiten / entgegenkommen. Oder auch mal eine Art "Studienreise" im Rahmen von Schule und so. Eben keine typischen Urlaubsreisen, immerhin wohnen wir da, wo andere Urlaub machen.

In die alte Heimat, die Lieben besuchen, gehts aber immer einmal in den Ferien.

In diesem Jahr kommt noch die Renovierung der Küche und der Anfang des Dachbodenausbaus dazu.

Aus diesen Gründen wird hier kein grosser Koffer gepackt, denn im Hotel Mama bzw. Oma gibts eine Waschmaschine.

Mitnehmen werde ich wohl alles, was ich in der letzten Zeit so genäht habe, das ist genau das richtige für das bayerische Augustwetter und diverse Kaffeekränzchen, Stoffkäufe, Grillabende und Rotweinratschereien.
Kein Meer, kein Sport.



von diesem Haufen....





...dieses Kleid














von dieser Wäscheleine.....

...dieses Sommerkleid



Von diesem Bügel..





...das Törtchenkleid



aus diesen beiden
Fächern....



...diese beiden Lieblingsteile:










Irgendwie so wird mein Tascheninhalt wohl aussehen.

Bücher brauch ich nicht mitnehmen, denn ich treffe mich traditionell mit so vielen Leuten, dass ich nicht zum Lesen komme.

Was auf keinen Fall fehlen darf ist Stoffgeld, Wollgeld, Schuhgeld und Strickzeug:






Zum letzten Mal vor der Sommerpause und damit verbunden wahrscheinlich auch zum letzten Mal in Sommergarderobe im Jahr 2016 zeig ich noch, was ich heute trage, nämlich den Latte-Macchiato-Tellerrock mit dem ganz neu genähten D-Oberteil in dunkelbraun.







In andere fremde Koffer hineinspitzen dürft ihr hier, auf dem MMM-Blog.

Montag, 25. Juli 2016

Umbau, Ausbau, Renovierung

Wir werden in diesem Sommer die erste Etappe unserer geplanten Umbauten anpacken.

Ich nehme mal an, ich kommen wenig zum Nähen, wenig zum Stricken und wenig zum Schreiben....

Im Herbst/Winter dann die zweite Etappe; mit viel Eigenleistung und voll berufstätigen Heimwerkern braucht das so seine Zeit.

Aber ganz am Ende soll mehr Platz sein und die Nähmaschine rechnet mit einem eigenen kleinen Bereich, wo sie wohnen darf. Momentan steht sie ja im Wohnbereich und zuschneiden tu ich am Esstisch.

So eine Küche hab ich also zur Zeit:




Campingfeeling beim Kochen:




Und dazwischen eine Woche Bayern - Verwandtschaft und Freunde besuchen.


D wie Duo der Oberteile

Ich kann auch ein dreifaches D:

Duo von dunklen Oberteilen aus dem Dressmakermagazin.

Oder ein vielfaches D:

Duo von dringend benötigten dunklen Damenoberteilen aus dem Dressmakermagazin.


Mein Mann hatte mir die Nähzeitschrift "Dressmaker" aus England mitgebracht und da war ein Schnitt für ein Jerseykleid, wahlweise Shirt drin.

Mit der Zeit waren meine Kaufoberteile alt geworden und ich hatte zwei dunkle Jerseys vom KBC Lörrach im Vorrat.

Einmal in Schwarz:






Und einmal in schokoladefarben. Der Stoff hat einen so schönen Glanz und schmeichelt sich so in die Hand, dass ich nicht "braun" schreiben mag, sondern ein leckeres Wort.








Ja, ich hätte auch bügeln können, seh ich grad.

Als ich mich entschieden habe, einfache Shirts nähen zu wollen, hatte ich vor, ein paar weitere und ein paar engere zu machen.
Nach zwei weiten muss ich mich jetzt auf die Suche nach einem guten körpernahen Schnitt machen, in das Gesamtbild meiner Garderobe passt das einfach besser.

Diesen Monat sammelt Anja von Rapantinchen die Beiträge. Ich erwarte schon wieder sehnsüchtig den Augustbuchstaben, ich finde das echt ne spannende Aktion.
Danke an Anja und ihre Mitorganisatorinnen!

Mittwoch, 20. Juli 2016

MMM #25 Ein Ferientag im Freibad

Diese Fotos schwindeln. Sie nennen sich Mittwochsfotos und sind doch vom Dienstag. (Das ist bei mir aber nicht selten, eher die Regel ;-) )

Mit Kaffee und Strickzeug bewaffnet sitz ich zur Zeit jeden Nachmittag ein paar Stunden lang unter der grossen Platane im örtlichen Schwimmbad und beaufsichtige die Kinder beim Nichtertrinken.

Gestern hatte ich dabei das Sommerlaunen-Kleid vom letzten Jahr an.






Ich habe dafür einen BH, der hinten die Träger kreuzt. Der ist aber grad in der Wäsche und ich dachte, das ist mir egal.
Jetzt jetzt auf dem Foto stören mich die Träger..... Mangels Retuschierkenntnisse lass ich die ungefälschte Wahrheit jetzt so drin.

Und was trägt man Mittwochs (oder Dienstags?) auf anderen Blogs?

HIER  erfährt man das.Der Tag ist MAXI!

Donnerstag, 14. Juli 2016

ZSA Spezial Erster Zwischenstand

Das Shirt hab ich gemacht.
Vor der Hose hab ich noch Angst. Zur Anprobe für die Bilder hab ich Kauf-Bermudas angezogen und dabei ist mir wieder eingefallen, wie wahnsinnig unbequem ich Hosen in Wahrheit finde. Diese Nähte und Bünde und Beine, wieso nur hab ich das vergessen?

Aber ich hab mir doch selber so fest versprochen, dass ich diese Hose als Gefallerei und Liebesbeweis nähen werde und da muss ich jetzt irgendwie durch.

Also "durch" durch den Nähprozess, nicht durchs Tragen. Das Vertrauen in mein Können ist da nicht sehr gross.

Wir werden sehen. Hab ja noch Zeit. Für heute verlinke ich zu BuxSen also erst mal das Shirt.








Änderungen: Die Schultern oben um 3 cm verschmälert, an den Ärmelsäumen keine Blende, sondern nur umgeschlagen.

Ein bisschen erinnert mich das Muster an die strickenden Landfrauen -die "Strickweiber"- mit prktischem grauen Kurzhaarschnitt und mächtigem Vorbau, die sich in den 80er und 90er Jahren immer Montag mit meiner lieben Oma zum Kaffee und Leut' ausrichten trafen.
Da trug man solche Shirts, nur in Jersey halt.


Ausserdem finde ich das Shirt voll so:

Mittwoch, 13. Juli 2016

MMM #24 Sommer




Ich bin der Sommer.
In erbsgrünen Hosen






und kirschrotem Wams



zieh ich lustig einher.
Heb ich den Finger





blühen die Rosen,
heb ich die Hand, 
rauscht die Welle im Meer.
Spiel ich die Flöte





tanzt der Delfin
duftets nach Wiesengrund 
und nach Jasmin.

                                                                           von Mascha Kaleko










Ich trage das rote Baumwollwickeljäckchen aus der VERENA und den gefärbten Lakenrock aus dem ZSA Burda März 2016.

Damit nehme ich beim MMM teil.

Ausserdem muss ich einen Traum weitertratschen, den nur ihr Hobby-Verbündete verstehen und nachvollziehen könnt. Einen wahren Albtraum.

Ich habe geträumt, dass ich meinen Mann auf eine Geschäftsreise nach Berlin begleitet habe, im Auto. Und er musste von dort aus dann irgendwohin weiterfliegen und ich mit dem Auto wieder in die Schweiz fahren. Alles war irgendwie hektisch und unter Zeitdruck und so ganz gehetzt.
Auf einmal sagte er, dass da drüben doch irgendwo dieser tolle Stoffmarkt sei und er habe noch 200 Euro, die wir ja jeder eh in einer anderen Währung bräuchten, und wenn ich mich schnell-schnell beeilte, würde ich es noch schaffen, Stoff zu kaufen bis sein Flieger ginge. Er würde in der Zwischenzeit eine Runde mit dem Auto fahren und mich gleich wieder hier aufgabeln.
Ich sprang wie der Blitz aus dem Auto, rannte auf das Marktgelände (das im Traum ganz anders aussah wie in meiner echten Erinnerung) und - jetzt kommts:

Die hatten alles abgeräumt und abgebaut!

Dann bin ich aufgewacht. Nicht schreiend und schweissgebadet zwar, aber jede hier wird verstehen: Das ist ein echter Albtraum, oder? Oder wäre der Traum schlimmer gewesen, hätte ich die 200 Euro in Stoff umgesetzt, wäre dann aufgewacht und hätte gemerkt, die Stoffträume sind wortwörtlich nur Träume?


Habt eine gute Woche!


Dienstag, 12. Juli 2016

Butterick 4790 - Walk Away Dress, das Original

Das A-Kleid aus der Aktion "12 Letters Of Handmade Fashion" ist so ähnlich aufgebaut wie das Walk Away Dress von 1952.

Der Unterschied, der mich ein bisschen gestört hat, ist, dass die Simplicity Version nicht tailliert ist und doppellagig verarbeitet wird, damit man das Kleid auch wenden kann.

Diese Tatsachen machen eine ziemlich lässige Figur, um es mal so zu umschreiben.

Ich fühle mich damit nicht richtig angezogen, denn es macht ein Schürzengefühl. Es ist für Tage, die sehr heiss sind, wo man keine Termine hat und in der Früh schon weiss, man wird den Tag nur im Garten oder im Haus verbringen, oder im allerbesten Fall natürlich im Freibad.

Aber es ist kein Kleid für richtige Schuhe dazu, für eine Jacke drüber, für irgendwelche auswärtigen Tätigkeiten.
Das ist ok, es muss solche Tage ja geben; wir haben grad Ferien, da gibt es derer viele.

Ich habe aber schon seit längerem den Schnitt der richtigen Walk Away Dresses und zwei passenden Stoffe auf dem Stapel liegen und als ich das A-Kleid letztens anhatte, sind durch die Bewegungen meines Oberkörpers und meiner Arme die hinteren, verborgenen Bändchen so arg strapaziert worden, dass sie ausgerissen sind.

Das ist der klägliche Rest der Bänder:


Ich habe jetzt ein Knopfloch und einen stabilen Knopf angebracht. Stabil!

Jedenfalls hat mir das alles Lust gemacht, endlich das Richtige zu nähen.

Mit diesem Kleid ist es auch wieder mal skurril. Als ich angefangen hab, mehr tragbare Kleidung für mich zu nähen, also vor knapp 2 Jahren, übermannte mich der berühmte Drang der meisten Anfängerinnen, zu buntem Stoff zu greifen.


Den Schnitt hatte ich parat gelegt und einen geschenkten Stoff in orange-rot dazu auserkoren. Leider stellte sich raus, dass viel zu wenig davon da war und ich habe im Internet-Shop einen gemusterten dazu ausgesucht.




Mittlerweile würde ich den nicht mehr kaufen, er ist so kindlich, so sehr bunt halt. Herzchen, Erdbeeren, Blüten, Vögelchen, kleine Aufschriften, alles drin. (Wahrscheinlich noch viel mehr, das ich bloss noch nicht entdeckt habe!)





Hässlich finde ich ihn nicht, und vorbereitet und passend gekauft wollte ich ihn dann auch so verarbeiten wie geplant.

Und das Kleid sieht unter der Maschine und am Bügel total selbstgemacht aus. Wie ein Faschingskleid.  Wie ein Kinderfaschingskleid, das schreit: "Ich - bin - selbstgenäht!!!! Sowas - wie - mich- kann - man - wahrhaftig - NICHT - kaufen!!!!"

Und seltsam: Wenn ich es anziehe, gehts dann doch. Ich schau nicht wie eine Fünfjährige aus.


- Aber wie eine Dreizehnjährige scheinbar. Das Feedback des ältesten Nachwuchses war: "Mama, du bist bald 40!!" -

Es ist manchmal schon arg interessant, das Selbstnähen, ich muss schon sagen....

Wie auch immer, mein Fazit ist jetzt dieses: Diese Version ist das tragbare Probekleid und eine unbunte Version muss noch genäht werden. Ist das ein guter Plan oder was?


 


 










Nachtrag: Der Knopf vom hinteren Verschluss ist ca. 5 cm weiter innen angenäht als im Schnitt vorgesehen.



Mittwoch, 6. Juli 2016

MMM #23 Im neuen Sommerrock



Ahoi!







 









So war ich auf der Diplomfeier eines meiner Kinder. Ganz stolze Mutti hab ich mir symbolträchtig die Korallenkette umgelegt, die ich von meiner eigenen stolzen Mutti zu meiner eigenen Abifeier geschenkt bekommen habe.

Ich war mit dem Rock auch Wolle kaufen. Die Verkäuferin: "Es gefällt mir sehr gut, wie sie angezogen sind! Ich liebe ja Lena Hoschek" (zeigt auf ihr Lena-Hoschek-Kleid, das sie gerade trägt)
"Kennen Sie Le... - Ach was frag ich, jemand der so gekleidet ist, kennt selbstverständlich Lena Hoschek!"

Ich bin natürlich um einen Meter grösser aus dem Laden raus.

In einem Kommentar zum Sommerrock-Sew-Along-Finale las ich, dass er das Zeug zum Waschen-Tragen-Lieblingsteil hätte.

Ja, kann ich bestätigen:




an einem anderen Tag


Verlinkt zum MMM

Montag, 4. Juli 2016

FUSSA Finale

Also das Kleid sitzt gut, gefällt mir und ich fühle mich wohl darin.

Aber mit dem Stoff ist irgendwas los. Es geht nicht mit rechten Dingen zu. Der wächst und verändert sich nach unten.

Erst hat er extrem gezipfelt. So sehr, dass ich ein paar Mal kontrolliert habe, ob die Schnittteile falsch sind. Er sah aus, wie diese Art von Röcken, wo man in ein Quadrat in der Mitte ein Loch schneidet und das reinsteigt.

Dann hab ich mir endlich mal einen Rockabrunder gegönnt, extra für dieses Kleid. Aber der Stoff ist irgendwie Anti-Kreidepulver beschichtet. Da haftete rein gar überhaupt nix. Das Pulver hatte ich in den Schuhen und am Boden.

Also hab ich den Saum gemacht wie immer, mit einer Mischung aus Mut, Leicht- und Wahnsinn.
Gemessen und abgeschnitten.

Dann passten die Besätze nicht. Und zwar gar nicht. GAR NICHT. Ich hab sie in den Abfall geklopft, denn sie waren -wie könnte es anders sein- zu kurz.

Ich habe gebügelt, gesteckt, gepfuscht und dann so naja, geht so. Muss halt gehen.





 






Zwischen dieser pragmatischen Entscheidung und den Bildern hat der Saum sich verändert. Er zipfelt wieder! Was soll das jetzt?

Ich muss das erstmal so lassen, bis ich mich wieder ransitzen mag und weiter trennen, bügeln, verbessern. Und bis dahin näh ich mir zur Erholung was Buntes!

Das Finale ist noch nicht so bald, aber ich lass den Post schon mal raus, vielleicht zuppelt sich der Saum bis zum Finale von allein zurecht.....







Bitte beachtet, dass sich meine Haarfarben an die Kleiderfarben angepasst haben!




Und hier zum Vergleich nochmal die Inspiration:





Vielen Dank, Yacurama, es hat Spass gemacht und Dank deines SewAlongs hab ich jetzt ein Kleid, das ich mögen werde (trotz Veräppel-Saum).