Samstag, 30. April 2016

Schwarz und weiss - aus zwei wird eins

Ich hatte einen Umzugskarton mit "schlanken Kleidern" jahrelang nicht ausgepackt.
Darin fand sich vor Kurzem...







....äääh, Schreckliches!








Es gab in diesem Heft
eine tolle Schwarz-Weiss-Strecke.
Die mir im Übrigen noch immer zusagt.




Hier ein paar Eindrücke:







Das ganz oberste hatte es mir angetan, doch die Jacke war ein viel zu schwieriges Projekt, das ich mir absolut nicht zutraute.  

Deshalb suchte ich nach einer Alternative, die den hell-dunkel-Effekt mit den Zierstichen fortsetzen würde, ohne eine Drei-Punkte-Jacke zu sein.

Ich fand in diesem Heft:                                                         dieses Oberteil:


und interpretierte es folgendermassen. Wegen Stoffmangels mit doppeltem Schwarz-Weiss-Wechsel-Effekt, sozusagen.






Der langen Beichte kurzer Sinn: Ich habe das Oberteil zerpflückt und den Mantel des Vergessens darüber gebreitet.


Mit der Hose möchte ich es so halten, dass ich sie für später mal aufspare.
Später mal ist dann, wenn mir -wie es selten, aber doch vorkommt- irgendein Megaminikleidchen oder eine Tunika superdupergut gefällt und ich sie nicht machen kann, weil ich sie nicht anziehen würde. Weil die nur zur Jeans passen würde oder sehr nackte Oberschenkel zur Folge hätte.

Dann kann ich mir das Teil in schwarz machen und über diese Hose als Oberteil anziehen.
Zu Testzwecken, ob da die Proportionen stimmen würden, hab ich mich mit einer Strickjacke fotografiert und denke, ein Versuch ist es wert.

Wegschmeissen geht ja immer noch.
















Mittwoch, 27. April 2016

MMM #13 Frühling lässt sein blaues Band...

....wieder flattern durch die Lüfte.   Eduard Mörike


Haha von wegen. 
Da musste ich nachhelfen. Es regnet nämlich schon wieder und der Wind weht novemberreif.

Also machte ich (mich) heute blau im Blauen Kleid  und im Strickmantel Birch Leaves von Drops Garnstudio.






 

 













Weil ich das Muster so schön finde, zeig ich hier nochmal eine Nahaufnahme vom Rücken.
Durch die dicke Wolle geht der Mantel echt schnell zu machen und hält ausserdem schön warm.









Das ist ja so ne Sache mit diesem Blog. Da ich ja erstens alle bestehenden Me-Mades hier dokumentieren möchte, und zwar so rasch und so vollständig wie möglich, und zum Zweiten immer wieder neue Sachen dazukommen, beschäftige ich mich viel mehr mit dem Wetter, als ich das "privat" je getan habe oder tue.
Das passt mir eigentlich gar nicht, denn "übers Wetter reden"  ist doch langweilig.

Nicht, dass das Reden über Oberflächlichkeiten nicht durchaus seine Berechtigung hätte, aber das Thema Wetter hat schon was frustrierendes an sich.....

Mal sehen, wie gut sich das Thema ausklammern lässt, wenn ich weiter so antizyklisch nähe und zeige! (Obwohl das Jammern ein klitzekleinwenig Spass macht)






Das mit dem Selbstauslöser hab ich noch nicht vollständig im Griff ;-)


Verlinkt zum MeMadeMittwochBlog, in dem heute Karin in einem schönem Schnittmix-Kleid vortanzt.





Dienstag, 26. April 2016

Goldmarie und der Fluch des Ebenmalschnell


                                                       Ein goldenes Kleidungsstück.

Das ist der Rock Nr. 4 aus der Mai-Knip 2014. Eigentlich war mir ein Teller vorgeschwebt, als ich diesen Stoff für die Daisy-Strickjacke gekauft habe, aber es ist bestickte Wildseide, und dementsprechend unflexibel und steif.






Als ich am Samstag zwischen zwei geplanten Aktionen 1 Stunde Zeit zur Verfügung hatte, dachte ich mir "Da kannst du doch eben mal schnell das Röckchen für die Daisy runterrattern, das geht sich genau aus..."

Und wie es so ist mit Ebenmalschnell, es birgt eine riesige Fehlerquelle.
Zuerst hab ich nämlich vor lauter Routine und Nicht-dran-denken das Teller-Schnittteil drauf gelegt UND: auch ausgeschnitten.

Mistmistmist. Der Stoff schwingt genau nullkommanull.

Also den A-Linien-Rock aus der Knip kopiert und aufgelegt. Ging sich NATÜRLICH nicht so aus, wie es sollte. Und ich wollte eigentlich keine A-Röcke mehr machen, aber was kümmert mich mein Geschwätz von gestern.

Mit eben mal schnell war es dann auch nicht mehr getan, ich hab noch Sonntag ein bisschen rumbasteln müssen dran.
Weil es ein Naturgesetz zu der Thematik gibt: Immer kurz vor Ende der Naht geht der Unterfaden aus, der Reissverschluss ist dann doch defekt, das Band für den Saum ist dann doch um 3 cm zu kurz.

Und dann der Schnee. Der Schnee. Wir hatten wirklich nochmal Schnee.
Ich kann es selbst kaum glauben.
Der Rock war ja gedacht für ein kurzärmliges Jäckchen und für nackte Beine.
Tragebilder dann also ein ander mal. 





Montag, 25. April 2016

Finale Zeitschriften Sew Along

Heute treffen sich hier die Finalistinnen des ZSA initiiert von BuxSen.

Ich hatte mir vorgenommen diese Kombi aus der März-Burda-Ausgabe zu machen:



Das ist draus geworden:

Rock:
die Beine sind ja nicht so schön gebräunt wie beim Model....

und Shirt:

von vorne

von
                 
hinten

Mit dem Rock bin ich sehr zufrieden nach anfänglichem Auf-und-Ab, das Shirt haut mich leider nicht um.
Ich hatte den Stoff damals besorgt mit der Idee, eine flatterige Sommertunika für übers Top zu nähen, deshalb ist die Transparenz eigentlich gewollt.
Aber es liegt mir irgendwie nicht so. Ich werde -glaub ich- keine durchsichtigen Stoffe mehr kaufen.

Leider ist es auch etwas zu eng, was mich hauptsächlich deswegen nervt, weil ich normalerweise in Burdaoberteilen immer schwimme. Ich habe aber hier nicht an der Grösse geschummelt und kleiner ausgeschnitten, als ich laut Tabelle sollte.
Unzuverlässig, das.

Ich werde wahrscheinlich die beiden Sachen auch nicht in der Kombi tragen, sondern einzeln. Irgendwie passt es nicht so zusammen wie in meiner Vorstellung.


 


Das Motiv des Stoffes finde ich nach wie vor wahnsinnig schön, ich liebe die Schmetterlinge und die Zweiglein. Also ist es kein Reinfall, halt nur kein perfektes Ergebnis.



 


So fällt die Falte hinten, etwas vom Wind aufgeblasen.


Spass gemacht hat es jedenfalls, an Jenny vielen Dank für die Organisation des Sew Alongs!





Ab in den Schrank


Samstag, 23. April 2016

Z wie Zweiteiliges Kleid



Bei der Aktion  "12 Letters Of Handmade Fashion" sammelt diesen Monat Fredi von Seemannsgarn
die Werke mit Buchstaben Z.

 


Ich habe mich entschieden, ein Zweiteiliges Butterick-Retrokleid zu nähen. Und zwar dieses hier:






Den Stoff hab ich von meiner lieben Schwester geschenkt bekommen, die in der Nähe des Maybachufermarktes wohnt und da manchmal zeigt, dass sie an mich denkt. (Irgendwann liest du das, gell? DANKE ;-*)




Das Schnittmuster hat mir liebenswerter Weise der Majestix von einem USA-Aufenthalt mitgebracht, als ich mit dem Nähen so richtig zuverlässig angefangen hatte.
Die Butterickschnittmuster sind immer in verschiedene Grössensparten aufgeteilt, und damals war es klug, die grösseren Grössen zu kaufen. Deswegen hatte ich jetzt ein bisschen Verkleinerungs-Ärger, denn zuerst war ich zu beherzt ans Verkleinern herangegangen und jetzt sitzt das Kleid ein bisschen eng. Ich hoffe, ich wachse da noch rein. Beim Jäckchen hab ich dann ein paar mm mehr gelassen, das sitzt gut.
Leider kann man alles nicht soooo wahnsinnig toll erkennen, weil der Stoff ziemlich in den Augen flimmert.
Wie sagte das Kind so schön: Mama, du bist ja total verblümt.


vorne
hinten



seitlich
ein richtiger Drehrock ist es nicht



Gürtel dabei
 Tasche dabei



und jetzt weg...
...mit dem Jäckchen



vorne
hinten




Was ich nicht ganz wegbekommen habe ist der Zustand unter den Achseln. Da steht der Stoff etwas ab. Als ich die Google-Bildersuche betätigt habe, musste ich allerdings feststellen, dass ich damit nicht die Einzige zu sein scheine.
Wenn eine mitliest, die dieses Kleid auch schon mal genäht hat, kann sie ja gerne berichten, ob es ihr genau so ging.




hier sieht man es ein bisschen




Ich muss ehrlich sagen:
ich freu mich richtig, richtig
über das Kleid und grad heute,
wo ich es fertig gemacht habe,
sagt der Wetterbericht für morgen
Schnee.
Wie gemein.





























So, jetzt ab damit zu Fredis Formular. Vielen, vielen Dank nochmal an Selmin und ihre Mitstreiterinnen für diese tolle Aktion.

Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, welches der Mai-Buchstabe sein wird. Ich bin auf alles vorbereitet, sogar auf Q oder X. Mai, du darfst kommen!

Mittwoch, 20. April 2016

MMM #12 - I'm singing in the Rain

 


Ich sollte besser singen: "I AM the rain." So grau in grau.
Von aussen nach innen trage ich heute drei MMs.





 


Obenrum den Schwungvollen, ein Mantel, den ich letztes Jahr im Herbst genäht habe. Und um den Hals einen kleinen Loop aus kuscheliger mittelgrauer Wolle.

Darunter kommt das U70-Kleid zum Vorschein, das ich vor zwei Wochen gemacht habe. Es ist aus hellgrauem Sweatshirt-Stoff und trägt sich ganz wunderbar.



 



In den letzten Tagen hatten wir ein verlängertes Wochenende mit Ausflügen, unter anderem nach Österreich an einen Bergsee und zu Verwandten und Freunden nach Bayern.
Ganz Frühlings-Ferienhaft wie mir zumute war, habe ich mit den ganzen Picknicks und Kaffeerunden auf diversen Veranden und Balkonen vor Augen, die Taschen mit viel zu wenig warmen Sachen gepackt.

Die Wahrheit haben wohl die meisten am eigenen Leib auch in anderen Gegenden Deutschlands erlebt: Wind, Regen, 7°C und das dazugehörige Frösteln.
Ich hab mich dann irgendwann nicht mehr gewehrt und die Winterstiefel aus dem Kofferraum geholt.
Zuhause war das Wetter bis gestern mittag nicht anders, der Regen trieb uns ins Hallenbad und vor die dampfenden Teetassen.
Bei einer Sonntagseinladung habe ich mir sogar eine handgestrickte überdimensionale Decke erschnorrt und die Tochter wünschte sich ein Kaminfeuer.
Nun, deshalb Schalfotos im April.
Die Schuhe auf den Bildern hatte ich an, weil wir an dem Tag nur im Auto und im Hallenbad waren, nix mit Spaziergang.

Ich hatte mir Montag Abend fest vorgenommen, mich nicht von solch schnöden Dingen wie Wetter beeinflussen zu lassen, den Regen toll zu finden und in Farbe zu denken, ganz so wie dieser kleine Bursche hier:





Und siehe da: Here comes the sun! Gestern Eis auf dem sonnigen Marktplatz. Versöhnt mit der Wetterlage schicke ich mein Grau-in-Grau-Ensemble rüber zum MMM.