Mittwoch, 30. März 2016

MMM #9 Ostertage in Polkadots





Über die Feiertage hatte ich dann tatsächlich das Osterkleid (Simplicity 7692) an, aber so wie hier auf dem Foto die wenigste Zeit.





Es brauchte nämlich den Regenmantel, zum Montagsspaziergang sogar den Wintermantel.


Wenn ich den Selbstauslöser benutze, passiert sehr oft das:




Ich habe auch noch ein ganz spezielles MeMade aufgegabelt. Weil es so saisonal ist, hatte ich es bis Samstag Nacht vergessen.



Dieses Deckchen hab ich als Kind gestickt.
Alle vier Häschen hab ich nicht geschafft, da hat dann Mama oder Oma weitergeholfen.



Verlinkt mit dem MeMadeMittwoch

















Zeitschriften Sew Along 2/2016 Termin 2

Montag, 28.März: Termin 2 // Zwischenstand (Linktool offen bis 10.4.)


Heute zeige ich meinen ersten Zwischenstand zu BuxSens toller Zeitschriften-Aktion.

Wie in einem dicken, fetten Roman gibt es hier verschiedene Erzählstränge, die sich immer wieder kreuzen, unverhersehbare Wendungen nehmen und zum guten Schluss in einem alles übertreffenden Finale gipfeln.
Ääääh, ja.

Ich mach jetzt den Cliff Huxtable und erzähle von Adam und Eva übers Hölzchen zum Stöckchen vom Hundertsten ins Tausendste wie es zu dem kam, was hier heute zu sehen ist.

Ich habe von Weiss-nicht-woher, angeschwägerten Grossmüttern und aus der Brocki (Trödelmarkt) Weisswäsche, Taschentücher, Spitzendeckchen und ein grosses, weisses, dicht gewebtes Leintuch gesammelt. 



Auf der Suche, was ich damit machen könnte, bin ich hier drauf gestossen. Letztens wurde mir klar, dass ich so eine Decke überhaupt nicht brauche, weil mir das nur auf Bildern gefällt, aber nicht für unser Wohnen. 
Ich habe sortiert, verschenkt, entsorgt und nur das grosse weisse Stück behalten, in der Hoffnung, dass mir dazu was einfällt. Kopfnah solls nicht sein, weil mir weiss nicht sehr gut zu Gesicht steht. Ich dachte an ein Kleid, aber da besteht wohl Brautalarm-Gefahr.

Es gibt in meinem innerern Inspirationsordner -ich habe kein Pinterest, ich muss das alles in mir spazierentragen- vier grasgrüne Eindrücke. 
Den ersten habe ich beim Weihnachtskleid 2015 schon verlinkt, mache das aber hier nochmal, ich finde das Kleid einfach so toll.

Den weiten verlinke ich hier, die Weihnachtsbaum-Story begeistert mich immer noch, obwohl Frau Machen-statt-kaufen das Outfit mittlerweile aussortiert hat.

Zum dritten inneren Bild gibts kein Foto, das würde wohl Urheberrechte verletzen. Aber ich hatte eine Mitschülerin, hellblond (nicht gefärbt), grünäugig, 1,80 m gross und total nett und schön. Und die hatte dauernd froschgrüne Sachen an, das passte optimal zu ihrem Typ und blieb mir im Gedächtnis.

Die letzte Erinnerung ist nur noch eine Stimmung. Als Freund O. und Schwester zufällig im selben Haus in Berlin wohnten, besuchte ich beide und auf dem Weg zum Oranienburger Tor kam ich an einem Cafe vorbei, in das ich mich nur wegen der grasgrüngiftigen Wand gesetzt habe. Schwester sagte kurz darauf, dass der Laden ganz schnell wieder zu machte, und ich fand das jahrelang schade, nur wegen der grünen Wand! (Spinn ich oder was?)

Meine Mama hat ihren Schrank aussortiert und mir einen Rock vermacht, der mir leider schon wieder zu weit ist. Ich spielte mit dem Gedanken, enger zu machen, zu kürzen, ein Mai-Kleid mit weissen Elementen drin zu machen.

Als ich den hellen Kaufrock, den ich letztes Treffen gezeigt habe, wiederfand, wollte ich den Mama-Rock so in diese Art umändern, was aber wegen der Borte blöd ist, weil es sich um einen Bahnenrock handelt.

Dazu kam die Märzburda, ein Päckchen Färbemittel in Farbe Minze und nun ist ja klar, dass diese Sache enden muss, wie sie eben enden wird.


 Nach dem Färbedurchgang in der Waschmaschine stellte sich raus, dass das Grün etwas zu blass geraten ist. Damit passt auf einmal ein Stoff aus meinem Lager von KBC gut dazu, der das gleiche grün in den Schmetterlingsflügeln hat. Der Stoff sollte mal eine Tunika werden, vielleicht greife ich die Idee zum Rock wieder auf.


Das ist der Stand der Dinge am heutigen Tag:



zugeschnitten

die Innentaschen aus einem Stoffrest von KBC in gold



Ich habe schon bei verschiedenen Bloggerinnen gelesen, dass es sie nervt, wenn bei Schnitten keine Nahtzugabe dabei ist.
Deshalb zeige ich hier mal schnell, wie ich abpause. Ich zeichne die NZG gleich neben die Schnittlinien aufs Papier.
Das macht es viel einfacher, als die NZG erst auf den Stoff bekommen zu müssen.






Wie weit wohl die anderen schon sind?




 

Montag, 28. März 2016

Die gewickelte Fledermaus

Nein, kein Vampirbaby, sondern ein Oberteil.





Das Gewickel ist nicht gebunden, sondern festgenäht.

Das Schnittmuster ist aus einer nicht ganz alten Burda. (Aber auch keine ganz neue Burda. Sondern genau mittendrin ;-))*

Den Stoff hatte sich meine Mutter vom Maybachufermarkt mitgebracht mit dem Auftrag an mich, ihr etwas daraus zu nähen. Es ist ein wolliger Strickstoff, ein klein wenig beissig, aber ich bin da nicht so empfindlich. Ausserdem geht wegen der grosszügigen Wickelung das Oberteil sowieso nicht ohne Top darunter. Es klafft bei Bewegung und ich stehe höchst selten den ganzen Tag bewegungslos an der weissen Wand.
Ich habe also den Stoff in Empfang genommen, eine Bemerkung zu Mamas guter Auswahl gemacht und -ZACK- war er meiner.

So kanns gehen....







* Modell 107 Märzheft 2008

Sonntag, 27. März 2016

Osterkleid

Weihnachtskleider sind mir schon länger nicht fremd, Ohne-Anlass-Kleider sowieso, aber ein Osterkleid habe ich dieses Jahr zum ersten Mal genäht.


Ich habe aus dem blau-weiss-gepunkteten Jersey von Komolka das Schnittmuster Simplicity 7692
gemacht.


Und mir gefällt es so halb-halb. Ich kann das nicht begründen, es ist dieser Effekt: Man hat sich sehr gefreut, schon im Januar im Laden eine Vorstellung gehabt, das Schnittmuster schon im Advent gekauft und im Kopf genau zu den Polkadots kombiniert, und dann zieht man es an und es ist halt nur so ok. Nicht WHAM BANG SUPER. Nicht der leibhaftige Frühling, der einem aus dem Spiegel entgegengrüsst.



Als ich gemerkt hatte, dass ich kein dunkelblaues Garn habe, bin ich vor dem Nähen in den Stoffladen gegangen. Und jetzt überleg ich mir schon tagelang, wie der korrekte Fachbegriff für dieses Phänomen heisst:

Person XY geht an Tag QZ mit dem festen Vorsatz, Stoff zu kaufen in einen Laden oder auf den Markt und tut sich schwer damit, das vorhandene Zeit und Finanz-Budget überhaupt auszuschöpfen, weil irgendwie gar nichts so recht ins Beuteschema passt.
Dieselbe Person XY springt an Tag GRKSBRKS nur mal schnell in den Laden um den fehlenden Reissverschluss (ersetze wahlweise Garn, Knopf, Einlage) zu besorgen und da stehen hunderte von Stoffrollen, die alle mitwollen, und Person XY wäre gern eine Millionärin mit 48 Stunden-Tagen, aber dieser Wunsch erfüllt sich nicht.



dachte nicht dran, dass Punkte ein Muster sind. ääähm....

Gewickel mag ich zu gerne.



Genäht war das Kleid superschnell, anpassen musste ich eigentlich gar nichts, nachdem es zugeschnitten war.
Als ich mich vor dem Zuschnitt ausgemessen hatte, sagte mir die Tabelle, dass ich Grösse 16, bzw. 42 nehmen solle, da war ich gleich in meinem Ego gekränkt.

Das Menschenherz ist trügerisch und will betrogen und belogen werden ;-). Bei der Daisy in Grösse XS wusste ich, das ist die Maschenprobe, bei dem A-Kleid hab ich mich noch gewundert, dass mir Grösse 38/40 zu gross ist und einen BMI-Rechner, ein Massband und eine Waage hab ich auch.
Trotzdem will ich die 42 nicht so gerne sehen wie die 38.

Isdochbescheuert!!!!

Ich habe allerdings die Masse* der fertigen Teile laut Tabelle mit meinem Körper abgeglichen und da wäre 42 doch zu gross geworden. So hab ich jetzt die 14 bzw. 40 genommen und bin zufrieden mit dem Tragegefühl.

*Wo ist auf der Schweizer Tastatur das scharfe s/sz? Das sieht doch nicht aus!

Seitenansicht mit Bindeband


Ich fange an zu verstehen, warum manche Frauen und Bloggerinnen nicht gerne nach burda nähen, sondern in die viel teureren Einzelschnitte investieren. Fabelhaft, wenn es so flugs geht, ein passendes Kleid zu haben.



Und diese Flügelchen! So nett.





Aber an diesen Feiertagen gehts ja gar nicht um Stoffe und schöne Kleider. In diesem Sinne wünsche ich allen, die das lesen, Frohe Ostern!


Freitag, 25. März 2016

Onion 2012 Probekleid





 

In 2014 habe ich mich bei meiner kompletten Lektüre des Crafteln-Blogs gefragt, was denn Onion 2012 eigentlich überhaupt ist und was daran so toll ist, dass es für Meike eine Suchodyssee rechtfertigt.
Ich habe dann bald einen Shop gefunden, der das Schnittmuster hatte, und habe bestellt, einfach weil ich so angetan war von Meikes grossem Eifer.

Ich war ganz aufgeregt und kam mir sehr innovativ und individuell vor, weil ich einem dänischen Schnittmuster folgte (falls das nicht rüberkommt: ich spreche Dänisch nicht fliessend. Eher gar nicht...)

Und sehr designermässig fühlte ich mich auch, weil ich ja diese weisse Borte ganz allein mit Zierstichen erfunden hatte. Ich hatte gerade die neue Nähmaschine bekommen, die Zierstiche kann. Meine alte aus den 80er Jahren hat nur 9 Nutzstiche, und von so Schnickes-Schnackes hab ich lange schon geträumt.






Zum Ausprobieren nahm ich mir ein altes Laken vor, in das unser Trockner schon einige Löcher gefressen hatte. Die konnte ich aber gut umschneiden.

Nach einigem Gewichtsschwund sah man dem Kleid das Laken aber langsam wieder an:





Ich habe also die Oberteil-Schnittteile wo es nötig war abgetrennt und von Grösse 46 auf 38 verkleinert. Das Rockteil hab ich dann einfach nur enger gemacht und wieder drangenäht.

Die Karkasse:






Das ging ruckzuck vonstatten und im Nu hatte ich mein Kleid wieder. Denn aussortieren ging ja mal gar nicht, immerhin ist es blau mit matrosigen Anklängen. Und sehr angenehm zu tragen. Ich kann Frau Crafteln ein bisschen verstehen.




Das danach folgende Onion ist nicht blau. Ich zeig's aber trotzdem mal.


Donnerstag, 24. März 2016

Zeitschriften Sew Along 2/2016 Termin 1

Das Osterkleid ist fertig geworden, der Post für Sonntag vorbereitet, und das kam mir ganz spontan die Idee, noch schnell vor dem 27.03. in die Linkliste von Zeitschriften Sew Along bei BuxSen zu springen.



Gelesen hatte ich schon vorher davon, aber  ich wollte mir keine Verpflichtung oder Zeitdruck auferlegen.
Aber nachdem ich gerade keine anderen Pläne habe (ausser noch etwas umzuändern; das geht ganz flott), und ich sowieso früher oder später einen Sommerrock machen wollte, dachte ich mir: Gut, machst du das mit.


Heute also der 1. Termin:


Montag, 14 März: Start // Vorstellung der Näh-Pläne (Linktool offen bis 27.3.)


Ich habe mir den blauen Rock 101 B aus der Märzburda ausgesucht.



Die Blende unten gefällt mir so gut, seit ich einen alten Kaufrock von mir wieder entdeckt habe, der auch so ähnlich geschnitten ist.


Hier hab ich ihn an und hatte seitdem im Hinterkopf, solch einen Rock nachzumachen.





Aber: Nicht in blau. Ich habe weissen Stoff, mit dem ich nichts anzufangen weiss, und den werde ich färben. Das muss ich aber alles beim zweiten Treffen (bis zum 10.04.) erzählen, denn um das jetzt zu tun war meine Entscheidung doch zu spontan.


Mittwoch, 23. März 2016

MMM #8 Musik ist das Unsagbare*


 
Wenn jämmerlich dein Herz schlägt bang und Trübsal dir den Geist bedrückt, Musik mit ihrem Silberklang dann schnell die Welt zurecht dir rückt.
                                                  (William Shakespeare, Der Kaufmann von Venedig, Vers 1)





Am Wochenende habe ich zum Chorsingen nur den selbstgenähten Rock angezogen und obenrum eine Kaufbluse.


Das Problem bei weissen Hemdblusen ist, dass man damit entweder einfach nur gut aussehen kann oder die schlechte Variante: Wie eine Kellnerin. 

Ich bin leider die Kellnerin. Und zwar nicht die frische, flotte, gesunde Sorte, sondern die mit der kranken Gesichtsfarbe. Irgendwie so teigig.
Das konnte auch das rote Haarband nicht schönfärben.



Dafür sind die Schuhe nett, nicht so Bedienungsschuhe.










Weil heute MMM ist, richten wir nun den Blick weg vom gekauften Zeug hin zum selbstgenähten.

Nochmal die Rockfotos im Detail von diesem Post:










Und das schöne Futter mit Streifen.


Dass mir die weissen Oberteile nicht so stehen find ich schade, aber was noch viel schader ist, ist das:



Kein Liederbuch hat heutzutage so einen schönen Namen! Ist das nicht allerlieblichst?

Ich verweise auf das Erste Mittwöchische Lustgärtlein für allerlei selbstverfertige Gewänder.






*Zitat im Titel von Bedrich Smetana






Und sonst so?

 

Ein Osterkleid wurde zugeschnitten






und wird morgen Abend genäht.




Das hab ich mir mitgenommen vom letztjährigen Adventskalender-Shopping der Cousine bei Karstadt. Das Bild mit Model find ich langweilig, aber diese tollen Zeichnungen mit Hüftschwung  haben mich sehr angesprochen.
Der Stoff ist von der Geburtstagsreise nach Wien






Verlinkt zum MMM mit Nina in einem tollen Kleid.




















Montag, 21. März 2016

Das Joggingkleid war mal das Weihnachtskleid 2014

Liebes Tagebuch.
Heute war ein blöööööder Tag!
Ich habe eine liebe Person falsch behandelt, ein Besuch hat wegen Unfall abgesagt, ich bin nicht ausgeschlafen gewesen und wir mussten das gaaaaanze Haus putzen! Bäh.
Und übers Wochenende hab ich mich überfressen und fühle mich wie ein Ballon.
Und der Majestix ist fort. Weit fort.

Ausserdem wollte ich ganz andächtig und dankbar empfinden, welch ein Geschenk unser Geburtstags-Wunderkindchen ist und das Kindchen benimmt sich doch einfach wie alle Kinder sich mal benehmen wenn sie übermüdet und überfordert sind und das ist  N I C H T feierlich!!!

Bei soviel Selbstmitleid muss ich mich jetzt einfach mal kräftig selber auslachen.

Aber heute morgen holte ich aufgrund der blöder-Tag-Situation das Weihnachtskleid 2014 aus dem Schrank, denn es funktioniert wie ein Tröste-Verstecke-Schlunze-Jogginghosen-mit-Hoodie-Outfit.
Dicke Socken hatte ich auch an, versteht sich.

von fern

von nah
damals am Hl. Abend


Es ist ein burda-Plus-Kleid, aber durch das Wallewallegeflatter hat es den Gewichtsverlust ohne Änderungen verkraftet.

Es ist aus der April-Burda 2010 Modell 145. Jersey vom Stoffladen am Ort.

Den Ausschnitt hab ich um ca. 10 cm entschärft und den Stoff fand ich damals supertoll.
Heute frag ich mich, was hab ich mir eigentlich dabei gedacht? So Amöben spazieren zu tragen....

Ausserdem verhält sich der Stoff ganz dumm nach dem Waschen. Hier ein Vergleich zu einem ungewaschenen Stoffrest:



Deshalb auch Joggingkleid, weil es kann fürs Grossreinemachen gut gebraucht werden.




Ich verrate was: Dieses Bild und diesen Zusammenhang ziehe ich mir nur deshalb aus dem Ärmel, weil ich das Wort "Grossreinemachen" so witzig finde.
In Bayern sagt das kein Mensch, aber ich kenne es aus den 80er-Jahre-Kinderbüchern. Ich musste das einfach irgendwo unterbringen.


Ich schneid ja den Kopf ab, aber seid versichert, ich lüge nicht: ich sehe auf diesem Bild aus wie Miriam Makeba.





Und da seh ich aus wie ich auf dem Balkon bei milchsuppigem Wetter.





Wer ganz genau hinschaut, kann auf dem Foto der kleinen Geburtstags-Tee-Runde entdecken, dass sich der Besuch durch Strickzeitschriften wühlt. Diese Dame hatte eigentlich früher schon aufgehört zu stricken, aber seit sie mich dabei mal gesehen hat, hat sie die Nadeln wieder rausgeholt.